Virtual Reality erobert Entertainment und Industrie

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Gemäss Wikipedia wird als virtuelle Realität die Darstellung und gleichzeitige Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihrer physikalischen Eigenschaften in einer in Echtzeit computergenerierten, interaktiven virtuellen Umgebung bezeichnet. Wer noch nie Virtual Reality, kurz VR, ausprobiert hat, wird sich fragen was so toll daran sein soll in eine klobige Brille zu schauen. Das Mittendrin-Gefühl, das bei einer virtuellen Welt entsteht, ist faszinierend und muss selbst erlebt werden. Durch das grosse wahrgenommene Sichtfeld der VR Brillen und der Übertragung der Kopfbewegung kommt das Gefühl einer realen Welt auf. Mindestens Teile des Bewusstseins sind davon überzeugt, dass die virtuelle, künstliche Welt echt ist.

Vielseitige Einsatzgebiete und ganz neue Anwendungen

Virtual Reality wird oft im Zusammenhang mit den Bereichen Entertainment und Media betrachtet. Vor allem die Game Industrie erwartet mit den neuen VR Technologien ganz neue Impulse. Doch auch für viele andere Bereiche eröffnen sich mit Virtual Reality spannende Einsatzgebiete. So wird beispielsweise von Reiseveranstaltern mit einer „Virtual Reality Reise“ an die ferne Destination für die Angebote geworben. Oder ein weiteres Beispiel sind Architekturvisualisierungen, wobei eine virtuelle Begehung des künftigen Objektes möglich ist. Mit Virtual Reality eröffnen sich ganz andere Möglichkeiten als bei "normalen" Bildschirmanwendungen. Man darf gespannt sein auf die künftigen Entwicklungen im Bereich von virtuellen Welten.

Anspruchsvolle Voraussetzungen für Hardware

Soll ein System für VR Anwendungen eingesetzt werden, so sind dieselben Voraussetzungen zu beachten, die üblicherweise für 3D Anwendungen gültig sind. Ein schneller Prozessor dient als Basis eines VR Systems, wobei wir mindestens einen Core i7 Prozessor empfehlen. Zudem sind der Einsatz von genügend Arbeitsspeicher und einer Solid State Disk eine wichtige Voraussetzung für VR Anwendungen. Zentral für eine flüssige Anzeige der VR Welt ist die Grafikleistung eines Computers.

Die Framerate ist entscheidend

Für eine perfekte Illusion sollen die virtuellen Welten ruckelfrei und ohne Verzögerungen dargestellt werden. Dies erfordert eine hohe Rechenleistung, wobei insbesondere die Grafikkarte gefordert ist. Die Bildrate darf nicht schwanken, sondern muss genauso hoch sein wie die Bildwiederholfrequenz der VR Brille. Das heisst die Grafikkarte muss in der Lage sein bei einer Auflösung von 1080 x 1200 Pixeln pro Auge, also bei insgesamt 2160 x 1200 Pixeln, konstant 90 fps zu liefern. Die Systemanforderungen für die aktuellen VR Brillen von Oculus Rift und HTC Vive fallen entsprechend hoch aus. Als Mindestanforderung wird eine AMD Radeon R9 390 oder eine Nvidia GTX 970 Grafikkarte vorausgesetzt.

Optimale Grafiklösung

Um VR Welten in hoher Qualität zu erleben empfehlen wir den Einsatz einer GTX 980 oder einer GTX 980ti Grafikkarte von Nvidia. Mit "GameWorks VR" hat Nvidia die GTX Grafikkarten für VR Anwendungen optimiert, so dass aktuell eine Nvidia Grafikkarte die beste Wahl für VR ist. SLI bringt keine wesentlichen Vorteile. Mit Nvidia GameWorks VR ist es aber möglich jedem Auge eine spezifische Grafikkarte zuzuordnen. Soll die Leistung für VR Anwendungen maximiert werden, so ist mit aktueller Hardware der Einsatz von 2 x GTX 980ti die optimale Konfiguration. Die VR Leistung eines bestehenden oder neuen Computers kann mit dem kostenlosen Tools, zum Beispiel dem „SteamVR Performance Test“, ermittelt werden.

Hybrid Systeme für unterschiedliche Anforderungen

Zur Zeit unterstützen nur Consumer Grafikkarten die VR Anwendungen. Wenn ein System im professionellen Bereich für Konstruktionsanwendungen eingesetzt wird, so ist die Voraussetzung aber oft die Ausstattung mit einer PNY Quadro Profigrafikkarte. Zusätzlich sollen VR Anwendungen oder die Entwicklung einer VR Software mit derselben Workstation vorgenommen werden. Wie ist es möglich verschiedene Aufgaben mit einem System zu realisieren? Eine Möglichkeit um alle Anforderungen abzudecken besteht darin eine Workstation mit zwei Grafikkarten, einer PNY Quadro Profigrafikkarte und einer GTX Consumer Grafikkarte, auszustatten. Gemäss unseren Erfahrungen können PNY Quadro und GTX Consumer Grafikkarten problemlos zusammen in einem „Hybrid System“ eingesetzt werden.

Passendes Set Up für VR

Sowohl Oculus Rift wie auch HTC Vive unterstützen Windows 7. Es ist aber sehr zu empfehlen einen Rechner mit Windows 10 einzusetzen. Die mit Windows 10 mitgelieferte DirectX 12 Schnittstelle unterstützt die Grafik-Treiber wesentlich effizienter und ist eine Vorausseztung für Nvidia GameWorks VR. Die VR Performance der Hardware ist mit Windows 10 deutlich besser.

Projekt Alptransit - virtuelle Reise durch den Gotthard

Die ersten Projekte mit Virtual Reality sind bereits realisiert, auch wenn die Auslieferung der VR Brillen in der Schweiz erst langsam startet. Eines der ersten VR Projekte in der Schweiz haben wir begleitet und mit passender Hardware ausgestattet. Im Verkehrshaus Luzern läuft zur Zeit eine Ausstellung zum Thema Alptransit. Dabei besteht die Möglichkeit eine virtuelle Reise in den Süden anzutreten. Der Alptransit wird virtuell mit einer Entwicklerversion der Oculus Rift Brille erlebt. Diese virtuelle Reise über die Alpen gibt eine gute Idee von Virtual Reality und lässt erahnen welche neuen Welten mit dem Thema Virtual Reality auf uns zukommen. Die Ausstellung im Verkehrshaus ist öffentlich und ist eine gute Gelegenheit Virtual Reality einmal live zu erleben. Weitere Informationen zum VR Projekt Alptransit

brentford Systeme optimiert für virtuelle Anwendungen

Wir kennen die hohen Anforderungen, die sich mit VR ergeben, und wir haben passende Systeme für unterschiedliche VR Anwendungen zusammengestellt, wobei die PCs und Workstations mit einem passenden Setup vorbereitet werden.

Für den professionellen Einsatz wie die Entwicklung von VR Anwendungen empfehlen wir zum Beispiel eine brenford Hybrid Workstation, die auf Basis eines hoch getakteten Prozessors zusammengestellt ist. Als Grafikkarte kommt eine GTX 980 oder GTX 980ti Grafikkarte zum Einsatz. Optional kann als zweite Grafikkarte eine PNY Quadro Grafikkarte gewählt werden.

Wichtig für den Erfolg von VR Anwendungen wird das Angebot an passender Software. Aktuell gibt es bereits eine breite Auswahl an Games für VR. Darauf abgestimmt haben wir unterschiedliche Gamer PCs bereitgestellt. Die VR Welt wird mit einer GTX 970, oder besser einer GTX 980 / GTX 980ti Grafikkarte dargestellt. Für maximale Leistung kann die Kombination von zwei GTX 980ti Grafikkarten gewählt werden.

brentford VR Gamer PC

Für Fragen rund um das Thema Hardware für Virtual Reality kontaktieren Sie uns bitte (Telefon 041 749 11 11).

Über den/die Autor(in):

Annette Mägerle

Annette Mägerle

Nach langjähriger Tätigkeit in IT Grossunternehmen hat Annette Mägerle vor 8 Jahren die Leitung des Schweizer PC Assemblierers brentford ag übernommen. In dieser Funktion gestaltet Annette Mägerle das Angebot von brentford ag und entwickelt die PC Systeme. Die neuesten PC Technologien werden laufend beobachtet, getestet und in brentford Systemen implementiert. Durch die enge Zusammenarbeit mit den verschiedensten Software Anwendern sind die Erfahrungen im Bereich Computertechnologie umfassend. Aber nicht nur. Annette Mägerle kennt sich auch mit den Funktionsweisen unterschiedlicher Anwendungen bestens aus.